Bruckner liess die ausverkaufte Kirche erzittern - …

... mit der überwältigenden Klangfülle des gestrigen Konzertes, der Messe d-Moll und seinem Te Deum!

Energisch unterstützt vom Chorlieter und Dirigenten Wolfgang Mettler schickte Anton Bruckner die Chorsängerinnen und -Sänger in diesem Programm in die höchsten Höhen und die tiefsten Tiefen!
Im Zusammenspiel mit den Musikerinnen und Musikern der Südwestdeutschen Philharmonie, Martin Weber an der Orgel, und den vier großartigen Solistinnen und Solisten - Carina Schmieger, Hanna Roos, Thorsten Büttner und Milcho Borovinov mit wunderschönen melodischen Passagen - ließ der Stimmenrausch mit der Orchesterfülle und Orgelklang wohl immer wieder die Wände der Gebhardskirche erzittern!

Dem Publikum in der ausverkauften und vollbesetzten Kirche hat es offenbar sehr gefallen!

Wir durften uns über den minutenlangen Applaus der Zuhörerinnen und Zuhörer freuen und danken allen Mitwirkenden, vor allem unserem Chorleiter Wolfgang  Mettler, über dieses wunderbare Konzert!


Klangpracht in der Gebhardskirche

Auszüge aus der SÜDKURIER-Rezension von Reinhard Müller über das Konzert am 17.11.2019:

Foto: Reinhard Müller

" ... Es war ein besonderer Reiz für den Sinfonischen Chor, zwei große Bruckner-Werke gegeneinander zu stellen, die immerhin zwanzig Jahren auseinander liegen: die erste, fast einstündige Messe in d-Moll und das halb so lange „Te Deum“"

"Alle Instrumental- und Vokalkunst lief in Wolfgang Mettlers befeuerndem, durchdachtem Dirigat zusammen: Er brachte hier seine schon seit seiner Jugend bestehende Affinität zu Bruckners Kirchenmusik zu Glanz und Reife, die zu großem Applaus aus übervoller Kirche führte."

Großes Lob für das Zusammenspiel der Südwestdeutschen Philharmonie und dem Chor:

"Choralartig kompakt das Blechvolu- men, glitzernd bewegt die Flöten- und Oboenmotive, strahlend volltönend der stets vitale Streichersatz, schließ- lich von hymnischer Macht die breit ausgespielten Fortissimo-Höhepunkte mit gewaltigen Crescendoflächen über elektrisierendem Pauken-Dauerwirbel: 
... Ein idealer Partner für einen Chor, der hinter aller Klangmacht absolut durch- strukturierte Feinarbeit zeigte: mächtig im Stimmvolumen, ausgewogen in den oft sechsstimmigen Partien, aufwüh- lend in der Dauerpräsenz nie gleichför- mig dahinlaufender Passagen, bewundernswert in Sopranhöhen bis zum extremen dreigestrichenen C, selbst in anstrengenden Piano-Lagen."

"Im „Te Deum“ von 1884 entfesselt Bruckner chorische Satzkunst zu schier überirdischem Glanz. Hier dominiert – im Gegensatz zur Messe – eingängige Melodik teils ganz schlichten Satzbaus („Te Deum laudamus“, „Salvum fac populum“, „In te, Domine, speravi“), die zusammen mit vibrierender Orchesterkraft im finalen „in aeternum“ eine nirgendwo anders erreichte C-Dur-Strahlwucht erreichte"

"Ein dreifach aus der engeren Heimat stammendes Vokalsolistenquartett aus- drucksvoller Stimmen kooperierte in den meist mit dem Chor verzahnten So- lopartien: Carina Schmieger gestaltete ihren lyrischen Sopran hell, voll anmu- tigem Schmelz; Hanna Roos fügte ei- nen in Mezzohöhe hinauf glänzenden Alt ein; Thorsten Büttner überzeugte in umfangreichen Solo-Teilen großartig mit ariosem Tenorschmelz, und Milcho Borovinov grundierte mit großvolumi- gem, schon an russische Bass-Schwärze gemahnendem Timbre."

Die vollständige Rezension von Reinhard Müller können Sie lesen in der Ausgabe des SÜDKURIER vom 19.11.2019, Seite 20


Stimmen von Konzertbesuchern

(Namen sind der Redaktion bekannt)

Wir freuen uns sehr über dieses positive Echo!

24.11.2019

"Gratulation aus Hawaii! Selbst hier konnten wir bereits am Sonntagabend den Artikel über eure grandiose Leistung lesen! ..." R.H.

19.11.2019

„ … möchten uns herzlichst für den furiosen Sonntagabend bedanken.Ein grandioses Konzert. Wunderbare Sänger, power Orchester, power Chor, power Dirigent! Mehr kann man nicht sagen ... Gratulation! Wir sind auch heute noch ganz erfüllt von den einzigartigen Klängen.“ E.H

„…innigen Dank für Deine Führung und Entfaltung in das romantische "Paradies Bruckner“!  A.G.

„Wir sind am Sonntag abend ganz beseelt und voller Glück heimgefahren, Ihr Konzert war wundervoll, Ihr Chor ist wirklich grandios, es war so schön! Ganz herzlichen Dank und weiter Ihnen allen viel Freude und Glück beim Proben und Planen neuer Konzerte!“ H.S-K.

„ … war begeistert von dem Konzert! (und Ihr mit klassischer Musik nicht eben vertrauter Mann auch)“  F.O.

18.11.2019

[...] An dieser Stelle möchte ich Ihnen sagen, wie sehr mir das Konzert gefallen hat“ N.E.

„ … es war ein tolles Konzert gestern - ich fand’s super!“  A.K.

„Einfach grandios! Herzlichen Dank für das unvergessliche Erlebnis!“  M.S.

„Herzlichen Glückwunsch zum tollen Konzert gestern. Ihr habt das hervorragend gemacht - alle zusammen - … Also weiter so und bis zum nächsten Mal!“ M.B.

„ Wolfgang, [...] Gratuliere zu deinem großen Erfolg! Der Chor hat wirklich toll gesungen und war grandios. Auch das Orchester hat unter deiner Leitung leidenschaftlich gespielt. …“  T.B.

„Lieber Wolfgsng, ich danke Dir und Deinem tollen Chor für dieses wunderbare Konzerterlebnis. [...] der Bruckner hat mich positiv überrascht (anfangs war ich der Musik gegenüber etwas kritisch)  und dazu haben Chor, Orchester und Du wesentlich dazu beigetragen."  H.R.

„ … Zum gestrigen Konzert kann man Dir und euch nur gratulieren! Der Sinfonische Chor ist gewaltig groß. Die vielen Schattierungen, Crescendi, Decrescendi usw. das war alles sehr gut einstudiert und gelungen,  und die Textverständlichkeit ausgezeichnet. Die Intervalle alleine schon im Kyrie sind nicht leicht zu nehmen. Die Tonhöhen in Sopran und Tenor teils mörderisch und enorm anstrengend. Aber die Wirkung ist halt umwerfend. Das Ende vom Gloria ist ungeheuer in die Höhe gesteigert, das ist euch besonders gut gelungen. Im Ende von Credo und Dona nobis hat der Herr Bruckner „das Leben in der kommenden Welt“ irgendwo in den Alpen vorausgesehen. Umgehauen hat mich der Einsatz der Orgel. Ein 32´lässt einen Gänsehaut bekommen – und wie! Das Te Deum ist ganz sicher eine der absoluten Top-Kompositionen in der gesamten Kirchenmusikgeschichte…“  T.H.





Anton Bruckner

17.11.2019 - 17 Uhr
St. Gebhardskirche Konstanz

Messe Nr. 1 d-Moll  (WAB 26)
TeDeum (WAB 45)

Sinfonischer Chor Konstanz
Südwestdeutsche Philharmonie

Solisten:

Carina Schmieger (Sopran)
Hanna Roos (Alt)
Thorsten Büttner (Tenor)
Milcho Borovinov (Bass)

Wolfgang Mettler Leitung

Kaum ein Kom­po­nist hat mit Blick auf Per­son und Werk­ so starke Mys­ti­fi­zie­run­gen erfahren wie An­ton Bruck­ner.
Bereits seine Zeitgenossen bemerkten eine Diskrepanz zwischen Bruckners absonderlich wirkenden Persönlichkeit und seiner erhabenen Musik. Anton Bruckner war das Gegenteil eines selbstbewußten Künstlers. Äußerlich von provinzieller Erscheinung, unbeholfen im Auftreten, mit skurril erscheinenden Vorlieben gab Bruckner oft Anlass zu Irritation und Spott. Was war das nur für ein rätselhafter Mensch? Seine unterwürfige Frömmigkeit stand im Kontrast zur mitunter erschreckenden Gewalt seiner Musik, die lange unverstanden blieb. Erst in seinen letzten Jahren erhielt er die Anerkennung für seine Arbeit, seine Werke wurden aufgeführt; auch gesellschaftlich hatte Anton Bruckner den Aufstieg geschafft. 
Kontrovers ist das Urteil über ihn bis heute. Unermüdlich sind die Versuche, den wahren Charakter dieses widersprüchlichen Menschen durch das Studium der erhaltenen Briefe, Notizen und Tagebücher zu ergründen. 

Vermacht hat er der Nachwelt geniale Musikschöpfungen. Seine Musik klingt feingliedrig und klar, dann wieder als großer, weiter Klangraum - manchmal profan und bodenständig, gleichzeitig majestätisch und nicht von dieser Welt. 

Bruckners kirchenmusikalisches Schaffen - vorwiegend handelt es sich um Messen und Motteten, die stilistisch noch ganz in der Tradition der Wiener Klassik stehen - liegt im Wesentlichen in der Zeit bis in die 1860iger Jahre.
Mit der Komposition der ersten seiner drei großen Messen, der d-Moll Messe, wagte Bruckner sich 1864 in größere Dimensionen. Diese Messe gilt als ein Schlüsselwerk seiner Musik, weil sie den Gesang mit der Farbigkeit und Intensität eines romantischen Sinfonieorchesters verbindet. Zum ersten Mal zeigte sich hier die Synthese aus der überkommenen Kirchenmusiktradition und dem neuen, sinfonisch geprägten Orchesterstil Bruckners: farbige Harmonik, die aus Klangrückungen ihre mystischen und erhabenen Wirkungen bezieht, blockhafter Wechsel von Klang, Bewegungsart und Lautstärke. Mit dieser Messe gelang Bruckner der Durchbruch. Die Aufführung war bei Kritikern und Publikum ein großer Erfolg. 

Nach 1868, in seiner Wiener Zeit, wandte Bruckner sich von der Kirchenmusik ab und hin zur Sinfonie, die er als die Königsgattung aller musikalischen Formen ansah. Seine 9 großen Sinfonien setzten Maßstäbe für die Sinfoniker des 20. Jahrhunderts.
1883 nahm Bruckner allerdings mit dem Te Deum nach langer Zeit wieder ein großes geistliches Werk in Angriff. Es zählt zum Spätwerk Bruckners und kann als Höhepunkt seiner geistlichen Musik angesehen werden. Nach der Uraufführung 1886 wurde das Werk international aufgeführt und überall gefeiert. Anton Bruckner selbst betrachtete das Te Deum als „den Stolz seines Lebens“.


Dirigent und Chorleiter

Wolfgang Mettler

seit 1992 Chorleiter des Sinfonischen Chores Konstanz, leitet dessen Konzerte sowohl mit dem Orchester Concerto Konstanz als auch als Gastdirigent der Südwestdeutschen Philharmonie.
Nach dem Studium der Schulmusik und Musikwissenschaft in Stuttgart und Tübingen war er bis 2014 als Studiendirektor an der Konstanzer Geschwister-Scholl-Schule. tätig.
Zusammen mit Hans Jaskulsky gründete er 1971 Concerto Konstanz und leitet es seither.

Orchester

Südwestdeutsche Philharmonie

Die Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz wurde 1932 gegründet. Sie gehört zu den wichtigsten Kulturträgern des deutschen Südwestens, prägt das kulturelle Angebot der Universitätsstadt Konstanz und stellt auch im Konzertleben der Schweiz eine wichtige Größe dar. Chefdirigent des SWP ist der finnische Dirigent Ari Rasilainen. 

Erst kürzlich wurde die SWP als eines von nur drei Orchestern in das Programm „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland“ aufgenommen.
Die SWP und der Sinfonische Chor Konstanz konzertieren seit vielen Jahren als verläßliche musikalische Partner und können auf eine Vielzahl erfolgreicher gemeinsamer Konzerte zurückblicken.

 

Sopran

Carina Schmieger

stammt aus Freiburg i.Br., sang schon im Alter von 6 Jahren im Kinderchor des Theaters Freiburg, wo sie schon bald mit Soloaufgaben betraut wurde. Mit 9 Jahren begann sie dann ihre Gesangsausbildung. Ihr professionelles Debut hatte sie im Alter von 15 Jahren als Jüngling in Mauricio Kagels Oper Aus Deutschland.

Sie studierte Operngesang bei Prof. Maria Venuti und war neben der  Teilnahme an vielen Meisterkursen engagiert am Theater Freiburg und am Opernstudio des Badischen Staatstheaters Karlsruhe. Bei den Salzburger Festspielen 2018 gestaltete sie die Rolle der Papagena. Seit der Spielzeit 2018/2019 ist sie Mitglied im Opernstudio der Staatsoper Stuttgart. 

Die Sopranistin hat mehrere erste Preise beim Bundeswettbewerb "Jugend Musiziert" in den Kategorien Duo Kunstlied, Vokalensemble Duo und Gesang solo erhalten, war Stipendiatin sowohl der Richard-Wagner-Stipendien-Stiftung Bayreuth und der Hilde Zadek Stiftung. Sie ist mehrfache Preisträgerin, später Finalistin und zweifache Sonderpreisträgerin beim 10. Internationalen Hilde Zadek Gesangswettbewerb in Wien. 

Carina Schmieger singt auch regelmäßig in Konzerten und Oratorien und gibt Liederabende.



 



Alt

Hanna Roos

absolvierte an der Musikhochschule Freiburg die Studiengänge Künstlerische Ausbildung, Gesang sowie Gesangspädagogik bei Prof. Dr. Bernd Göpfert, jeweils mit Bestnoten. Wesentliche Impulse im Bereich Jazz und Popularmusik erhielt sie von Fola Dada und Prof. Ralf Schmid, in weiterführenden privaten Studien und Meisterkursen war für sie Stefan Haselhoff in Basel über viele Jahre eine prägende Lehrerpersönlichkeit.

Hanna Roos ist neben regelmäßigen Aufführungen der großen Altpartien des Konzert- und Oratorienfachs auch stets abseits des „Mainstreams“ zu hören. Im Bereich Lied arbeitet sie hierbei regelmäßig mit der Pianistin Kyra Steckeweh zusammen. Ein Höhepunkt ihrer musikdramatischen Arbeit war die Contralto-Partie in Georges Aperghis' Musiktheater Sextuor.

Ein weiterer Grundpfeiler ihrer sängerischen Flexibilität ist die jahrzehntelange Erfahrung in professionellen Chören und Vokalensembles, u.a. im Balthasar-Neumann-Chor, dem SWR-Vokalensemble und dem solistenensemble stimmkunst Stuttgart. Konzertverpflichtungen führten sie u.a. nach Frankreich, China, Polen, Belgien und die Schweiz.

Die Altistin arbeitet zudem als freischaffende Gesangspädagogin, Chorleiterin und Stimmbildnerin im Raum Freiburg.  

Weitere Informationen finden Sie unter www.hanna-roos.de



Tenor

Thorsten Büttner

stammt aus Baden-Württemberg und konnte bereits in frühester Jugend am Staatstheater Stuttgart als Knabensopran in vielen Solorollen Bühnenerfahrung sammeln. Seine Gesangsausbildung absolvierte er am Mozarteum Salzburg; dort schloss er sein Studium dort 2008 als Jahrgangsbester ab. Thorsten Büttner war Finalist bei zahlreichen Gesangswettbewerben und wurde für seine Erfolge sowohl mit der Lilli-Lehmann-Medaille als auch mit der Gottlob-Frick-Medaille ausgezeichnet. 

Von 2008 bis 2010 war der Tenor an der Vlaamse Opera in Antwerpen engagiert und  gehörte dann dem Ensemble des Staatstheaters Mainz an. Es schlossen sich zahlreiche Engagements und Gastspiele, u.a. am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken, am Oldenburgischen Staatstheater, an der Opéra de Marseille und bei der Nederlandse Reisopera an.

Thorsten Büttner geht einer regen Konzerttätigkeit nach und sang im Herbst 2018 erstmalig Verdis Requiem im Hohen Dom zu Mainz. Es existiert auch eine CD von Bruckners Messe Nr. 3 f-moll mit Thorsten Büttner als Solist.

In der aktuellen Spielzeit 2018|19 ist er am Staatstheater in Darmstadt zu erleben.



Bass

Milcho Borovinov

studierte in Sofia und Graz, besuchte Meisterklassen bei Helga Müller-Molinari, Zlatica Livorova, Dagmar Livorova und Peter Dvorsky. Er war Stipendiat des Wagner Forum Graz und gewann Preise bei bedeutenden Gesangswettbewerben. Schon während des Studiums debütierte er als Sarastro in Die Zauberflöte an der Staatsoper Stara Zagora.

Nach seiner Ensemblemitgliedschaft an der Vlaamse Opera in Antwerpen wechselte er an das Theater Bern und war 2012 bis 2016 an der Oper Leipzig engagiert. Bei den Osterfestspielen Salzburg 2013 debütierte er unter Christian Thielemann als Titurel in Parsifal und wurde auch für die Übernahme dieser Produktion in Peking im Herbst 2013 engagiert. Im Rahmen einer Kooperation der Oper Leipzig mit den Bayreuther Festspielen zu dem Wagner-Jubiläum 2013 sang er den Steffano Collona in Rienzi, ebenso unter der Leitung Thielemanns. 

Seine zahlreichen Gastspiele führten ihn u.a. an das Nationaltheater Mannheim, an das Teatro dellʼOpera di Roma, andie Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf /Duisburg, das Slowakischen Nationaltheater in Bratislava, das Theater Lüneburg, die Semperoper Dresden und die Staatsoper Berlin. 





Alles über unsere bisherigen Konzerte finden Sie hier


12. Dezember 2019: Lucia-Singen auf der Mainau

ab 17:30 Uhr

An diesem Abend sind Sie herzlich zum offenen Weihnachtsliedersingen eingeladen. Ab 17.30 Uhr können Sie in weihnachtlicher Atmosphäre im Schlosshof einen Glögg genießen, bevor um 18.00 Uhr der feierliche Chorgesang beginnt. Nach dem Singen können Sie den traditionellen Einzug der heiligen Lucia in die Schlosskirche live verfolgen.

(Dieser Teil der Veranstaltung ist öffentlich und alle Mainau-Gäste sind herzlich willkommen.)
Fotonachweis: Insel Mainau/Peter Allgaier

Information der Mainau zum Lucia-Singen 2019

 

Zum Lucia-Fest auf der Insel Mainau

Die Nacht zieht schweren Schrittes
um Haus und Hof.
Von der Sonne verlassen,
liegt die Erde in bleiernem Schatten.
Da kommt in unser dunkles Haus,
von hellem Kerzenschein umkränzt,
Sankta Lucia.

- Übersetzung der ersten Strophe des schwedischen Lucia-Liedes -

Der Ursprung des Lucia-Festes ist nicht endgültig geklärt und hat vermutlich mehrere Wurzeln. Eine Annahme besagt, dass es auf die sizilianische Heilige Lucia zurückgeht, die im Jahr 304 als Märtyrerin starb und am 13. Dezember ihren Namenstag hat.

In Schweden hat das Lucia-Fest eine lange Tradition. Mitten im Dezember, wenn es die Sonne in Skandinavien kaum schafft den Horizont zu erreichen und alles in Finsternis getaucht ist, erschufen sie den alten Kerzen- und Lichterbrauch um Lucia, die Lichtbringerin. Bis heute lassen sie die heilige Lucia am 13. Dezember als weiß gekleidetes Mädchen erscheinen, das als einen mit Kerzen geschmückten Kranz auf dem Kopf trägt und ihre Begleiterinnen und Begleiter halten Lichter in den Händen. Dies soll die Sehnsucht der Menschen nach Helligkeit ausdrücken und Licht in die dunklen Tage des Winters bringen.

Die Wurzeln der Familie Bernadotte auf der Insel Mainau liegen in Schweden und somit wird auch auf der Bodenseeinsel am 13. Dezember diese Tradition gelebt. Das Lucia-Singen findet stets bereits am 12. Dezember statt.

Natürlich wird auch in diesem Jahr wieder das "Mainauer-Lucia-Lied" gesungen, 2018 von Wolfgang Mettler eigens für diesen Anlaß geschrieben und komponiert. Diese "Mainau-Hymne" hebt die Verbindung dieses schwedischen Festes mit dem Bodensee hervor:

Das "Mainauer-Lucia-Lied" 
...
(3. Strophe:)

All dies strahlt nach Süden aus bis an den Bodensee,
Schloß Mainau, das Deutschordenshaus, manchmal liegt's auch im Schnee.
Im Mainauschloß, von Schweden fern, begeht man all dies auch
und feiert im Dezember gern der heil'gen Lucia Brauch!


Konzertvorschau 2020

12.12.2019
Lucia-Singen auf der Insel Mainau


10. Mai 2020
Musikalischer Spaziergang auf der Insel Mainau 

(findet bei jeder Witterung statt)


8.11.2020
Louis Spohr   Die letzten Dinge

(dieses Konzert findet ausnahmsweise in der Stefanskirche statt)