Unser nächstes Konzert:


Anton Bruckner

17.11.2019 - 17 Uhr
St. Gebhardskirche Konstanz

Messe Nr. 1 d-Moll  (WAB 26)
TeDeum (WAB 45)

Sinfonischer Chor Konstanz
Südwestdeutsche Philharmonie

Solisten:

Carina Schmieger (Sopran)
Hanna Roos (Alt)
Thorsten Büttner (Tenor)
Milcho Borovinov (Bass)

Wolfgang Mettler Leitung






bei  BuchKultur Opitz
St. Stephansplatz 45, 78462 Konstanz
Tel:   07531 914517  oder  mail@buchkulturopitz.de

oder online  h i e r 

Kaum ein Kom­po­nist hat mit Blick auf Per­son und Werk­ so starke Mys­ti­fi­zie­run­gen erfahren wie An­ton Bruck­ner.
Bereits seine Zeitgenossen bemerkten eine Diskrepanz zwischen Bruckners absonderlich wirkenden Persönlichkeit und seiner erhabenen Musik. Anton Bruckner war das Gegenteil eines selbstbewußten Künstlers. Äußerlich von provinzieller Erscheinung, unbeholfen im Auftreten, mit skurril erscheinenden Vorlieben gab Bruckner oft Anlass zu Irritation und Spott. Was war das nur für ein rätselhafter Mensch? Seine unterwürfige Frömmigkeit stand im Kontrast zur mitunter erschreckenden Gewalt seiner Musik, die lange unverstanden blieb. Erst in seinen letzten Jahren erhielt er die Anerkennung für seine Arbeit, seine Werke wurden aufgeführt; auch gesellschaftlich hatte Anton Bruckner den Aufstieg geschafft. 
Kontrovers ist das Urteil über ihn bis heute. Unermüdlich sind die Versuche, den wahren Charakter dieses widersprüchlichen Menschen durch das Studium der erhaltenen Briefe, Notizen und Tagebücher zu ergründen. 

Vermacht hat er der Nachwelt geniale Musikschöpfungen. Seine Musik klingt feingliedrig und klar, dann wieder als großer, weiter Klangraum - manchmal profan und bodenständig, gleichzeitig majestätisch und nicht von dieser Welt. 

Bruckners kirchenmusikalisches Schaffen - vorwiegend handelt es sich um Messen und Motteten, die stilistisch noch ganz in der Tradition der Wiener Klassik stehen - liegt im Wesentlichen in der Zeit bis in die 1860iger Jahre.
Mit der Komposition der ersten seiner drei großen Messen, der d-Moll Messe, wagte Bruckner sich 1864 in größere Dimensionen. Diese Messe gilt als ein Schlüsselwerk seiner Musik, weil sie den Gesang mit der Farbigkeit und Intensität eines romantischen Sinfonieorchesters verbindet. Zum ersten Mal zeigte sich hier die Synthese aus der überkommenen Kirchenmusiktradition und dem neuen, sinfonisch geprägten Orchesterstil Bruckners: farbige Harmonik, die aus Klangrückungen ihre mystischen und erhabenen Wirkungen bezieht, blockhafter Wechsel von Klang, Bewegungsart und Lautstärke. Mit dieser Messe gelang Bruckner der Durchbruch. Die Aufführung war bei Kritikern und Publikum ein großer Erfolg. 

Nach 1868, in seiner Wiener Zeit, wandte Bruckner sich von der Kirchenmusik ab und hin zur Sinfonie, die er als die Königsgattung aller musikalischen Formen ansah. Seine 9 großen Sinfonien setzten Maßstäbe für die Sinfoniker des 20. Jahrhunderts.
1883 nahm Bruckner allerdings mit dem Te Deum nach langer Zeit wieder ein großes geistliches Werk in Angriff. Es zählt zum Spätwerk Bruckners und kann als Höhepunkt seiner geistlichen Musik angesehen werden. Nach der Uraufführung 1886 wurde das Werk international aufgeführt und überall gefeiert. Anton Bruckner selbst betrachtete das Te Deum als „den Stolz seines Lebens“.


Dirigent und Chorleiter

Wolfgang Mettler

seit 1992 Chorleiter des Sinfonischen Chores Konstanz, leitet dessen Konzerte sowohl mit dem Orchester Concerto Konstanz als auch als Gastdirigent der Südwestdeutschen Philharmonie.
Nach dem Studium der Schulmusik und Musikwissenschaft in Stuttgart und Tübingen war er bis 2014 als Studiendirektor an der Konstanzer Geschwister-Scholl-Schule. tätig.
Zusammen mit Hans Jaskulsky gründete er 1971 Concerto Konstanz und leitet es seither.

Orchester

Südwestdeutsche Philharmonie

Die Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz wurde 1932 gegründet. Sie gehört zu den wichtigsten Kulturträgern des deutschen Südwestens, prägt das kulturelle Angebot der Universitätsstadt Konstanz und stellt auch im Konzertleben der Schweiz eine wichtige Größe dar. Chefdirigent des SWP ist der finnische Dirigent Ari Rasilainen. 

Erst kürzlich wurde die SWP als eines von nur drei Orchestern in das Programm „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland“ aufgenommen.
Die SWP und der Sinfonische Chor Konstanz konzertieren seit vielen Jahren als verläßliche musikalische Partner und können auf eine Vielzahl erfolgreicher gemeinsamer Konzerte zurückblicken.

 

Sopran

Carina Schmiege

stammt aus Freiburg i.Br., sang schon im Alter von 6 Jahren im Kinderchor des Theaters Freiburg, wo sie schon bald mit Soloaufgaben betraut wurde. Mit 9 Jahren begann sie dann ihre Gesangsausbildung. Ihr professionelles Debut hatte sie im Alter von 15 Jahren als Jüngling in Mauricio Kagels Oper Aus Deutschland.

Sie studierte Operngesang bei Prof. Maria Venuti und war neben der  Teilnahme an vielen Meisterkursen engagiert am Theater Freiburg und am Opernstudio des Badischen Staatstheaters Karlsruhe. Bei den Salzburger Festspielen 2018 gestaltete sie die Rolle der Papagena. Seit der Spielzeit 2018/2019 ist sie Mitglied im Opernstudio der Staatsoper Stuttgart. 

Die Sopranistin hat mehrere erste Preise beim Bundeswettbewerb "Jugend Musiziert" in den Kategorien Duo Kunstlied, Vokalensemble Duo und Gesang solo erhalten, war Stipendiatin sowohl der Richard-Wagner-Stipendien-Stiftung Bayreuth und der Hilde Zadek Stiftung. Sie ist mehrfache Preisträgerin, später Finalistin und zweifache Sonderpreisträgerin beim 10. Internationalen Hilde Zadek Gesangswettbewerb in Wien. 

Carina Schmieger singt auch regelmäßig in Konzerten und Oratorien und gibt Liederabende.



 



Alt

Hanna Roos

absolvierte an der Musikhochschule Freiburg die Studiengänge Künstlerische Ausbildung, Gesang sowie Gesangspädagogik bei Prof. Dr. Bernd Göpfert, jeweils mit Bestnoten. Wesentliche Impulse im Bereich Jazz und Popularmusik erhielt sie von Fola Dada und Prof. Ralf Schmid, in weiterführenden privaten Studien und Meisterkursen war für sie Stefan Haselhoff in Basel über viele Jahre eine prägende Lehrerpersönlichkeit.

Hanna Roos ist neben regelmäßigen Aufführungen der großen Altpartien des Konzert- und Oratorienfachs auch stets abseits des „Mainstreams“ zu hören. Im Bereich Lied arbeitet sie hierbei regelmäßig mit der Pianistin Kyra Steckeweh zusammen. Ein Höhepunkt ihrer musikdramatischen Arbeit war die Contralto-Partie in Georges Aperghis' Musiktheater Sextuor.

Ein weiterer Grundpfeiler ihrer sängerischen Flexibilität ist die jahrzehntelange Erfahrung in professionellen Chören und Vokalensembles, u.a. im Balthasar-Neumann-Chor, dem SWR-Vokalensemble und dem solistenensemble stimmkunst Stuttgart. Konzertverpflichtungen führten sie u.a. nach Frankreich, China, Polen, Belgien und die Schweiz.

Die Altistin arbeitet zudem als freischaffende Gesangspädagogin, Chorleiterin und Stimmbildnerin im Raum Freiburg.  

Weitere Informationen finden Sie unter www.hanna-roos.de



Tenor

Thorsten Büttner

stammt aus Baden-Württemberg und konnte bereits in frühester Jugend am Staatstheater Stuttgart als Knabensopran in vielen Solorollen Bühnenerfahrung sammeln. Seine Gesangsausbildung absolvierte er am Mozarteum Salzburg; dort schloss er sein Studium dort 2008 als Jahrgangsbester ab. Thorsten Büttner war Finalist bei zahlreichen Gesangswettbewerben und wurde für seine Erfolge sowohl mit der Lilli-Lehmann-Medaille als auch mit der Gottlob-Frick-Medaille ausgezeichnet. 

Von 2008 bis 2010 war der Tenor an der Vlaamse Opera in Antwerpen engagiert und  gehörte dann dem Ensemble des Staatstheaters Mainz an. Es schlossen sich zahlreiche Engagements und Gastspiele, u.a. am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken, am Oldenburgischen Staatstheater, an der Opéra de Marseille und bei der Nederlandse Reisopera an.

Thorsten Büttner geht einer regen Konzerttätigkeit nach und sang im Herbst 2018 erstmalig Verdis Requiem im Hohen Dom zu Mainz. Es existiert auch eine CD von Bruckners Messe Nr. 3 f-moll mit Thorsten Büttner als Solist.

In der aktuellen Spielzeit 2018|19 ist er am Staatstheater in Darmstadt zu erleben.



Bass

Milcho Borovinov

studierte in Sofia und Graz, besuchte Meisterklassen bei Helga Müller-Molinari, Zlatica Livorova, Dagmar Livorova und Peter Dvorsky. Er war Stipendiat des Wagner Forum Graz und gewann Preise bei bedeutenden Gesangswettbewerben. Schon während des Studiums debütierte er als Sarastro in Die Zauberflöte an der Staatsoper Stara Zagora.

Nach seiner Ensemblemitgliedschaft an der Vlaamse Opera in Antwerpen wechselte er an das Theater Bern und war 2012 bis 2016 an der Oper Leipzig engagiert. Bei den Osterfestspielen Salzburg 2013 debütierte er unter Christian Thielemann als Titurel in Parsifal und wurde auch für die Übernahme dieser Produktion in Peking im Herbst 2013 engagiert. Im Rahmen einer Kooperation der Oper Leipzig mit den Bayreuther Festspielen zu dem Wagner-Jubiläum 2013 sang er den Steffano Collona in Rienzi, ebenso unter der Leitung Thielemanns. 

Seine zahlreichen Gastspiele führten ihn u.a. an das Nationaltheater Mannheim, an das Teatro dellʼOpera di Roma, andie Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf /Duisburg, das Slowakischen Nationaltheater in Bratislava, das Theater Lüneburg, die Semperoper Dresden und die Staatsoper Berlin. 





Konzertvorschau 2020

12.12.2019
Lucia-Singen auf der Insel Mainau



10. Mai 2020
Musikalischer Spaziergang auf der Insel Mainau 

(findet bei jeder Witterung statt)


8.11.2020
Louis Spohr   Die letzten Dinge

(dieses Konzert findet ausnahmsweise in der Stefanskirche statt)


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MITSINGEN


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