Eine ausverkaufte Gebhardskirche mit Mozarts Requiem


Foto: Müller


Fast 900 Zuhörer hatte Mozart gestern in der Gebhardskirche! Die ergreifende Musik seines Requiems wurde vom Publikum begeistert aufgenommen, das der Aufführung am Ende lang anhaltenden Beifall zollte. Schon am Samstag konnte die äußerst gut besuchte öffentliche Generalprobe auf ein tolles Konzerterlebnis einstimmen!

Wir freuen uns sehr über das positive Echo, den belohnenden Applaus des Publikums und danken vor allem allen Mitwirkenden:

•  unserem engagierten musikalischen Leiter und Dirigenten Wolfgang Mettler, unter dessen Leitung wir dieses besonders schöne Werk aufführen durften,

•  den Solisten Heike Heilmann/Sopran, Regine Jurda/Alt, Marcus Ullmann/Tenor, Oliver Haux/Bass,

•  und den Musikern der Südwestdeutschen Philharmonie.

Auch für uns war dieses Konzert ein besonders beeindruckendes Erlebnis!


Auf der Nachfeier im Konzil
Die vier Solisten mit OB Uli Burchardt und Wolfgang Mettler

(v.l. OB Uli Burchardt, Heike Heilmann, Regina Jurda,  Marcus Ullmann, Oliver Haux. Wolfgang Mettler)


Stimmen von Konzertbesuchern

(Namen sind der Redaktion bekannt)

Wir freuen uns über dieses positive Echo!


20.11.2018

... Das war ja ein ganz wunderbares Konzert!! Sehr eindrucksvoill und erhebend! Vielen Dank dafür.
I.F.

20.11.2018

(...) Nochmals meinen Glückwunsch ...!.
Es sind viele junge und jüngere Stimmen in diesem großen Chor.
Der Chorklang ist entsprechend hell - und das ist schön.
Vor allem habt ihr tolle Tenöre; ich bin fasziniert. (...)
T.H.

19.11.2018

Lieber Wolfgang,
 vielen Dank für den beeindruckenden gestrigen Abend: Das war ein Requiem in fast „protestantischer“ Strenge, exakter Stimm- und Orchesterführung und großer Expressivität. Chapeau!
Mich hat als ehemaliger Chorknaber sehr beeindruckt, wie zurückgenommen und doch überaus genau Du dirigiert hast. Einsätze und Schlussakkorde saßen wie geschnitten!    
Die Sopranistin, die Altistin, der Bass: herrliche Fülle und variantenreiche Stimmfärbung. Der Tenor hatte strahlende Höhen (...)
 Ein sehr berührender Abend! (...)
T. & S.

19.11.18

Lieber Wolfgang,
was soll ich sagen? ( ...) Gestern Abend Euer fulminantes Konzert in der St.Gebhardskirche. Wir waren total begeistert. Es war einfach Spitze: Das Orchester, die Solisten (vor allem die Sopranistin) und Dein Chor. Großartige stimmliche Ausdrucksweise und Intonation.
Herzlichen Dank für diesen wirklich musiklaischen Hochgenuss.
K. und M.

19.11.2018

Lieber Wolfgang,
... möchte ich Dir danken für ein wunderbares Konzert gestern, für
Deinen großen, leidenschaftlichen Einsatz, Mozart zu erklären - es ging
einfach unter die Haut. Der Abend hat mich sehr erfüllt, ganz persönlich
auch mit großer Traurigkeit, nicht mehr dabei sein zu können, aber auch mit
großer Dankbarkeit, so lange dabei gewesen zu sein.
So habe ich Dir auch für die vielen Jahre im Chor und für Deine mitreißende
Art der Musikvermittlung zu danken. Das war ein Stück meines Lebens (...)
G.

19.11.2018

Lieber Wolfgang,
es hat mir Freude gemacht, wieder 'mal mit euch zu musizieren.
Ich fand die Aufführung heute Abend eine reife Leistung! Insbesondere der Chor war m.E. besonders gut aufgestellt: Klangliche Präsenz, Konzentration, Sicherheit, Spannung in den Piano- Passagen, Präzision in den Fugen. (...)
W.

 




Von magnetischer Anziehungskraft

Mozarts Requiem

Auszüge aus der SÜDKURIER-Rezension von Reinhard Müller über das Konzert am 18.11.2018:

"In Wolfgang Mettler hat der Chor seit 26 Jahren den Leiter, der große oratorische Werke in ihrem Pomp ebenso zu interpretieren weiß wie deren kammermusikalische, feingliedrige Seelenbilder. Mit welch stimmlicher Pianoleichtigkeit, aber auch Fortepracht und Intonationsreinheit alle Chorstimmen zu arbeiten wußten, ist großen Lobes wert. Sie mussten das füllige Orchester räumlich übersingen und sprachdeutlich bleiben, und beides gelang."

"... So war die Konstanzer Gebhardskirche ... brechend voll geworden, und es wurde ein Konzert von erschütternder Aussagekraft: Angst, Bußbereitschaft, Glaubensfestigkeit, flehendes Gebet, Zuversicht und Gotteslob kamen von der Apsis durch die Stimmkraft des großen Sinfonischen Chores, des Vokalsolistenquartetts und der Südwestdeutschen Philharmonie (SWP) mit aller Ausdrucksmacht, die dieser Mozartmusik innewohnt."

"Das Vokalquartett (...) schöpfte die Melodiosität ihrer Parts aus: (...) Schönste Momente in Arien; wunderbarer Enbsembleklang."

"(...) willkommener Einstieg: "Ave verum Corpus", verbunden mit dem Requiem durch Mozarts nahen Tod, (...) gesungen in bewußt sanftem Adagio-Tempo; Salzburger Festlichkeit dann im "Laudate Dominum" mit dem innig musizierten Dialog zwischen Chor und zu Herzen gehendem Sopransolo"

"... Bruchlos setzte das Hauptwerk fort mit der düsteren 'Requiem-' und der koloraturreichen 'Kyrie-Fuge' mit dem schauerlich leeren Fortissimo-Schlußakkord. Schlag auf Schlag folgten die 'Dies Irae-', 'Rex Tremendae-' und 'Confutatis-Schläge', kippte Dramatik in Bitte um: ergreifend das Piano von 'Salva me' und 'Lacrimosa'."

"Großer Beifall: Dank für die begeisternde Gesamtleistung des Konzerts in dunkler Jahreszeit .."


Die vollständige Rezension können Sie lesen in der Ausgabe des SÜDKURIER vom 20.11.2018, Seite 20


Fotos: Bartl, Rothfuss, Müller


Mozarts Requiem u.a.

18.11.2018 - 17 Uhr
St. Gebhardskirche Konstanz

Solisten:

Heike Heilmann (Sopran)
Regine Jurda (Alt)
Marcus Ullmann(Tenor)
Oliver Haux (Bass)

Südwestdeutsche Philharmonie

Wolfgang Mettler Leitung






 

 

Es ist eine der bekanntesten Kompositionen von Wolfgang Amadeus Mozart: das Requiem, das als sein „Schwanengesang“ gilt. Die fragmentarische, Mythen umwobene Vertonung der katholischen Totenmesse ist eines der faszinierendsten Werke geistlicher Musik. Nur zu etwa zwei Dritteln stammt dieses Werk aus Mozarts eigener Feder. Denn noch bevor der Komponist sein Stück beenden konnte, starb er am 5. Dezember 1791, viel zu früh mit gerade einmal 35 Jahren.
Heute zählt das Requiem zu Mozarts beliebtesten Werken, seine Emotionalität ist ungebrochen. „Mozarts Klänge der Verzweiflung sind so kraftvoll und stark, dass sie unmittelbar berühren. Das Requiem trägt alle Emotionen in sich, die den Menschen angesichts des Todes ereilen: Angst, Wut, Verzweiflung, Traurigkeit, Hoffnung, Trost. Ein Kaleidoskop menschlicher Empfindungsfähigkeit.“           (Ute Sailer, br-Klassik)


12. Dezember 2018: Lucia-Singen auf der Mainau

ab 17:30 Uhr

An diesem Abend sind Sie herzlich zum offenen Weihnachtsliedersingen eingeladen. Ab 17.30 Uhr können Sie in weihnachtlicher Atmosphäre im Schlosshof einen Glögg genießen, bevor um 18.00 Uhr der feierliche Chorgesang beginnt. Nach dem Singen können Sie den traditionellen Einzug der heiligen Lucia in die Schlosskirche live verfolgen.

(Dieser Teil der Veranstaltung ist öffentlich und alle Mainau-Gäste sind herzlich willkommen.)
Fotonachweis: Insel Mainau/Peter Allgaier

siehe: Information der Mainau zum Lucia-Singen 2018

 

Zum Lucia-Fest auf der Insel Mainau

Die Nacht zieht schweren Schrittes
um Haus und Hof.
Von der Sonne verlassen,
liegt die Erde in bleiernem Schatten.
Da kommt in unser dunkles Haus,
von hellem Kerzenschein umkränzt,
Sankta Lucia.

- Übersetzung der ersten Strophe des schwedischen Lucia-Liedes -

Der Ursprung des Lucia-Festes ist nicht endgültig geklärt und hat vermutlich mehrere Wurzeln. Eine Annahme besagt, dass es auf die sizilianische Heilige Lucia zurückgeht, die im Jahr 304 als Märtyrerin starb und am 13. Dezember ihren Namenstag hat.

In Schweden hat das Lucia-Fest eine lange Tradition. Mitten im Dezember, wenn es die Sonne in Skandinavien kaum schafft den Horizont zu erreichen und alles in Finsternis getaucht ist, erschufen sie den alten Kerzen- und Lichterbrauch um Lucia, die Lichtbringerin. Bis heute lassen sie die heilige Lucia am 13. Dezember als weiß gekleidetes Mädchen erscheinen, das als einen mit Kerzen geschmückten Kranz auf dem Kopf trägt und ihre Begleiterinnen und Begleiter halten Lichter in den Händen. Dies soll die Sehnsucht der Menschen nach Helligkeit ausdrücken und Licht in die dunklen Tage des Winters bringen.

Die Wurzeln der Familie Bernadotte auf der Insel Mainau liegen in Schweden und somit wird auch auf der Bodenseeinsel am 13. Dezember diese Tradition gelebt. Das Lucia-Singen findet stets bereits am 12. Dezember statt.

Erstmals wird in diesem Jahr dabei ein Lied gesungen, das Wolfgang Mettler eigens für diesen Anlaß schrieb und komponierte und das die Verbindung dieses schwedischen Festes mit dem Bodensee hervorhebt:
Das "Mainauer-Lucia-Lied" 
...
(3. Strophe:)

All dies strahlt nach Süden aus bis an den Bodensee,
Schloß Mainau, das Deutschordenshaus, manchmal liegt's auch im Schnee.
Im Mainauschloß, von Schweden fern, begeht man all dies auch
und feiert im Dezember gern der heil'gen Lucia Brauch!


Stimmen der Zuhörer