Hexen, Elfen, Menschen

Am 09.02.2019 wird der Badische Jugendchor gemeinsam mit dem SWR Vokalensemble Stuttgart bei der Uraufführung des Auftragswerkes „Voices“ von Christian Wolff zu hören sein. 
Rupert Huber (Dirigent) leitet beim Eclat Musikfestival 2019 im Theaterhaus Stuttgart die Aufführung

Hexen, Elfen, Menschen

mit Uraufführungen von Michael Pelzel, Bernhard Gander und Christian Wolff

SWR Vokalensemble
Badischer Jugendchor
Raschèr Saxophone Quartet

Rupert Huber, Dirigent

Wir können stolz darauf verweisen, dass der Sinfonische Chor Konstanz momentan mit gleich drei Sängerinnen und Sängern im Badischen Jugendchor vertreten ist: Heike Boguslawski, Julia Gruhler (die uns jetzt leider wegen ihres Studiums verlassen muss) und Pius Höger singen dort mit und werden auch bei der hier vorgestellten Aufführung mitwirken.

  • Der Badische Jugendchor wurde im Jahre 2010 vom Badischen Chorverband mit dem Ziel ins Leben gerufen, begabten Sängerinnen und Sängern aus ganz Baden im Alter zwischen 16 und 27 Jahren eine Plattform für anspruchsvolles Musizieren zu bieten.


In der Saison 2018/19 ist der Badische JugendChor nämlich Patenchor des professionellen Rundfunkchores, dem SWR Vokalensemble. Dieses unterstützt mit seinem Patenchorprojekt seit 2010 den musikalischen Nachwuchs im Sendegebiet und fördert die Vokalqualität. Für die Saison 2018/19 hatte Marcus Creed, der Chefdirigent des SWR Vokalensembles, den Badischen Jugendchor aus allen Bewerbungen des Sendegebiets ausgewählt.

Ein Highlight dieser Zusammenarbeit wird erstmals ein gemeinsamer Auftritt des SWR Vokalensembles mit seinem Patenchor beim Eclat-Festival in Stuttgart sein. Der 84-jährige zeitgenössische amerikanische Komponist und Cage-Schüler Christian Wolff hat im Auftrag des SWR ein Werk für Doppelchor geschrieben: „Voices - Stimmen für zwei Chöre“.
Zur Vorbereitung kamen die Sängerinnen und Sänger des Badischen Jugendchores am 20. Oktober letzten Jahres in den Genuss eines hochprofessionellen Stimmcoachings durch zwei Profis vom SWR Vokalensemble. Deren Mitglieder Sabine Czinczel (Alt) und Frank Bossert (Tenor) arbeiteten einen Tag lang mit dem hochmotivierten jungen Sängerinnen und Sängern an Haltung, Atmung, Resonanz, Stimmsitz etc. Dieser erste künstlerische Kontakt wurde von beiden Seiten sehr positiv bewertet, so dass sich alle auf die gemeinsame Probenarbeit Anfang 2019 in Stuttgart freuen.

Pius Höger verrät: "Es ist ein modernes Werk, in dem auch neue Notationen eingeführt werden, um bestimmte Effekte zu erzielen. Dabei gibt es gewisse Freiheitsgrade während des Singens für einzelne Sänger. Neben freien Vokalisen werden auch Klatschen und Pfeifen in komplexen Rhytmen verlangt ..." Das verspricht, spannend zu werden!

Foto: Böhringer

  • "Rätsel und Klarheit, Zauber und Realität können bisweilen nah beieinander liegen. Michael Pelzels Chorwerk "Hagzusa und Galsterei" orientiert sich an mittelalterlichen Zaubersprüchen und erhebt die Stimmen aus dem akustischen Nebel komplexer Patterns zu eindringlichen Beschwörungsformeln gegen das Böse. Im geheimnisvollen 11/8-Takt klingen die Elfen, die sich Bernhard Gander vorstellt. Sie kennen sich – nicht alltäglich für Elfen – mit den düsteren Farben von Death und Black Metal aus und werden vom Rascher Saxophone Quartet verkörpert: 2019 feiert das Quartett sein fünfzigjähriges Bestehen, zum ersten Mal spielt es bei Eclat.Die "Stimmen" des amerikanischen Komponisten und Cage-Schülers Christian Wolff sind oft poetisch und politisch zugleich. Im gleichnamigen Werk trifft ein Jugendchor auf das Vokalensemble und Texte von Trakl, Rilke, Bachmann und Brecht: eine changierende, vielstimmige Erinnerung an 'ungelöste, aber nicht unlösliche Fragen der Menschheit'."  (aus: Information SWR classic zum Programm, https://www.swr.de/swr-classic/vokalensemble/swr-vokalensemble-09-02-2019-stuttgart/-/id=17055442/did=21958394/nid=17055442/1daoeqw/index.html)

Mehr zur Aufführung hier ...

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