Während der Trennung (durch Corona)

Der Berliner Mädchenchor singt Johannes Brahms "Wähend der Trennung" - durch Corona!


Gern verweisen wir hier auch auf ein anderes beeindruckendes Projekt des Berliner Mädchenchores (ausnahmsweise Coronafrei): Stimmenüberleben - Anne Frank: A Living Voice  oder hier: www.stimmenüberleben.de


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Chor, Corona und nun?

"Wir wollen endlich wieder singen!"


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Saure Coronazeit

Die WeidenerCHORWürmer mit einer geänderten Version von "Lemon Tree"


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Wie proben Chöre in Zeiten von Corona?


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Singen in Coronazeiten

Und hier noch etwas Schönes:

Gesangs- und Videocollage des Hamburger Franz-Schubert-Chores zum Werk von Edward Elgar: 'The Dance' aus 'From the Bavarian Highlands', op. 27


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Klangbrücke der HöriMusikTage

Wer würde es nicht gern: Endlich wieder ein Konzert außerhalb des eigenen Wohnzimmers hören und geniessen? 

Das ist auch hier und heute möglich durch das Angebot der KLANGBRÜCKE der HöriMusikTage.

4 Kirchen auf der Höri und in Stein am Rhein laden 2 x täglich um 11 Uhr und um 16 Uhr in die Klangbrücke zum virtuellen Konzert ein. Virtuell natürlich: In Zeiten der Pandemie können Ensembles und Orchester nicht live auftreten. Gespielt werden berühmte Aufnahmen der Klassik.

Die Häufigkeit der angebotenen Konzerte garantiert die Einhaltung größtmöglicher Abstände. Die Besucher sind gebeten, Mund-Nasenschutz zu tragen und alle gebotenen Schutzmaßnahmen zu beachten. Es empfiehlt sich warme Kleidung, da die Kirchen auf der Höri nur wenig beheizt sind.

Das Programm wechselt 14-tägig, in der Regel zum 1. und 15. des Monats (mit Ausnahme von Ostern).  

Die Konzerte dauern jeweils 30 bis 35 Minuten. Der Eintritt ist frei.Das Konzertprogramm liegt in den Kirchen aus.

Zur Geschichte dieses Projekts:
Ein Werk in vier Kirchen
– für ein ganzes Jahr wird die „Pastorale“ des im schweizerischen Kanton Thurgau lebenden Künstlers Daniel Gallmann täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet sein und verbindet die Baudenkmale zu einer Kunstinstallation. Die Kooperationspartner haben das Projekt geplant, lange bevor die Covid-19-Pandemie zu Kontaktsperren und verschlossenen Grenzen führte. Das ausgerechnet im Beethoven–Jubiläumsjahr jegliches kulturelle Leben zum Stillstand kam, hat die Projektidee noch befeuert. Denn am 5. Juni 2020, dem Weltumwelttag, sind Künstler aller Nationen aufgerufen, sich dem Beethoven Pastoral Project anzuschließen und dem Appell des Generalsekretärs der Vereinten Nationen António Guterres zu folgen und mit einer eigenen Interpretation von Beethovens Sinfonie Nr. 6, der „Pastorale“ weltweit ein kraftvolles Zeichen zur Wahrung von Natur und Schöpfung setzen.

Kulturelle Veranstaltungen mit Publikum waren im Juni 2020 nicht möglich. Auch die „Pastorale in der Scheune“, die die Höri Musiktage für den 5.6. mit dem Festivalorchester geplant hatten, musste abgesagt werden. Der 3. Satz der Sinfonie wurde stattdessen von den Musikern zu Hause eingespielt und virtuell zum Orchester zusammengefügt (https://youtu.be/ pVjm3UbZpHc).

Das Brückenprojekt konnte das Virus jedoch nicht sprengen, im Gegenteil: Die Projektpartner haben sich kurzerhand entschlossen, die Kunstbrücke durch die Klangbrücke mit Werken Beethovens zu ergänzen: Täglich zur gleichen Zeit, um 11 Uhr und 16 Uhr, erklingen in allen vier Kirchen die gleichen Werke, beginnend im Juni mit der Sinfonie No. 6, der „Pastorale“. Projektstart ist am 5.6. um 16 Uhr. Im Laufe des Sommers werden dann im 14- tägigen Rhythmus die Werke der Klangbrücke gewechselt.

hoeri-musiktage.de


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Nur nicht den Humor verlieren ...


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"Immer noch do"

Chorproben Kölner Chöre während der Pandemie


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Gemeinsam allein - Der Song zum Lockdown

... von Bodo Wartke und den Vokalhelden (das sind die die Kinder- und Jugendchöre des Chorprogramms der Education-Abteilung der Berliner Philharmoniker!)

Nicht nur wir dürfen nicht proben, auch die viel Jüngeren sind überall betroffen!


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"Riffs" von Andrew Challenger

Ganz toll: Das Landes-Jugend-Blockflötenorchester Baden Württemberg im November 2020


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So geht's auch: Chorprobe auf Parkdeck 1

von Benedikt Müller-Arnold, Köln
Quelle: SZ.de vom 30.8.2020:
https://www.sueddeutsche.de/panorama/chor-singen-parkhaus-koeln-corona-1.5010146

Der Kassenautomat in Ebene 1 blinkt und blinkt, als wäre nichts gewesen. Seit Monaten hat er so gut wie nichts zu tun. Niemand fährt mehr ins Kölner Messeparkhaus, seitdem in der Corona-Krise alle Messen ausgefallen sind. Fünf flache Geschosse aus Beton und Stahl: ungenutzt, verschwendet.

Dafür zieht montags jetzt ganz neues Leben ein. 30 Sänger stehen im großen Halbkreis über zwei Parkreihen. Der Kölner Chor D'Acchord hat sein Piano an zwei Boxen angeschlossen. Leiter Niklas Genschel, 32, schnipst seine Leute ein. Sie summen a cappella, die Solistin singt "I Wanna Settle Down", ein Lied der Soul-Sängerin Kimbra: "Ich will mich niederlassen."

Das Niederlassen, es ist das große Problem vieler Chöre während der Pandemie.

Denn gemeinsames Singen, das Hobby von gut zwei Millionen Chormitgliedern in Deutschland, ist plötzlich zur Gefahr geworden. Wer trällert, atmet Tröpfchen und Aerosole ein und aus, die das Virus übertragen können. Seitdem halten sie bei D'Acchord vier Meter Abstand vor jedem Sänger nach vorn sowie drei Meter zur Seite. Wie viel Distanz beim Singen wirklich geboten ist, untersuchen Wissenschaftler noch.

Stehen jetzt viele Chöre vor dem Aus?

Doch für viele Chöre bedeutet das: Pause, seit Monaten. Auch der Proberaum von D'Acchord, ein Kölner Gemeindehaus, war plötzlich viel zu klein für alle. Der Chor versuchte es per Videokonferenz: Genschel sang die Stimmen vor, alle schmetterten zu Hause nach. Funktionierte nicht wirklich. "Die Sänger waren stumm geschaltet", erzählt der Chorleiter - zu groß sind die Verzögerungen in Videotelefonaten, solange Echtzeit-Technologien wie 5G nicht in der Breite angekommen sind. "Das hat natürlich keinen Spaß gemacht."

Als man sich Wochen später wieder zu zehnt treffen durfte, probte Genschel in Grüppchen, mit Abstand an der frischen Luft. Doch dort geht viel vom Klang verloren, heißt es auch vom Deutschen Chorverband (DCV): Nicht jeder hört dann noch seinen Nebenmann oder andere Stimmen. Und je kälter und regnerischer das Wetter, desto unrealistischer werden Proben und Auftritte im Freien.

Beim DCV befürchtet man daher, dass die Corona-Krise den Umbruch hiesiger Chöre beschleunigen könnte. Vor allem im ländlichen Raum habe so manche Gruppe ohnehin Nachwuchsprobleme, sagt eine Sprecherin. Sich die Zeit nur mit Rhythmus-Übungen oder gemeinsamem Summen zu vertreiben, ist auf Dauer eher keine Lösung. Wer lange mit Mund-Nasen-Schutz singt, hat früher oder später eine feuchte Maske, die ihre Schutzfunktion verliert. Und längst nicht jeder Chor weicht so flexibel ins Internet aus oder fragt mal eben ein Messeparkhaus an wie die im Schnitt Mittdreißiger von D'Acchord.

Keine Messen bis Oktober

"Solange es warm genug ist", sagt Genschel, soll die wöchentliche Probe im Parkhaus steigen, das eigentlich für Großveranstaltungen taugt. "Akustisch ist es hier viel besser." Die niedrigen Decken koppeln den Gesang zurück, der Seitenwind verwirbelt Aerosole. Nur ab und an rauscht nebenan die Eisenbahn vorbei.

Platz ist im Parkhaus genug, noch mindestens zwei Monate lang. So lange finden in Köln keine Messen statt, obwohl sie mittlerweile unter Auflagen erlaubt sind. Doch zu viele Aussteller haben angekündigt, dass sie vorerst keine Branchentreffen besuchen. In den Kölner Messehallen, zusammengerechnet größer als 50 Fußballfelder, fanden stattdessen Uni-Klausuren statt. Die städtische Messegesellschaft erwartet in diesem Jahr eigenen Angaben nach "Umsatz- und Gewinneinbußen in dreistelliger Millionenhöhe".

Im Parkhaus hält D'Acchord mit trotzigen Texten dagegen, singt den Popsong "Titanium" von Sia: "Du schießt mich ab, aber ich stehe auf. / Ich bin kugelsicher, habe nichts zu verlieren." Noch im Februar, kurz vor der Corona-Krise, hatte der Chor vor 600 Gästen in einer Kölner Aula gesungen. Ihren nächsten Konzerttermin haben die Sänger auf den 12. Dezember verschoben, es ist ein Hoffnungswert. Bis dahin bleibt der Kassenautomat ihr einziger Zuhörer.


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Wo ist mein Chor???

Für uns bedeutet Corona immer noch:

Seit vielen Wochen keine Chorprobe!
Keine P,T,Ks zum Einsingen!
Keine Atemübungen, kein Dehnen, Lockern oder Strecken, um danach umso besser zusammen singen zu können! 

Unser Corona-Alltag gönnt uns dies alles leider nicht. Wenn wir zuhause singen, tun wir das nicht mit einem „gestimmten“ Instrument wie in der Chorprobe, sondern wir singen unter der Dusche, vor dem Computer, mit Kindern oder Enkeln und vielleicht sogar nur im Keller - aber immer: ohne unseren Chor! 

Weil wir einfach gar nicht wissen, wann wir endlich wieder eine gemeinsame Probe haben werden, haben wir einsam - gemeinsam - zuhause gesungen: „An Irish Blessing“. Wie so viele Chöre halt nur virtuell, ungewohnt alleine, heiser unter den fliegenden Pollen, improvisiert, im Kampf mit der Technik - aber mit viel Freude! 

Wir singen hier für Euch und vielleicht für alle, die mitsingen wollen:  

An Irish Blessing

... until we meet again!


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Musik, Filme und mehr - mit Corona!


Das gefährlichste Hobby der Welt!!!


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Göttinger Stadtkantorei aus dem Homeoffice (Virtual Choir)

 - Choralstrophen aus Bach-Kantate BWV 147


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243 Musicians Perform Vivaldi! - The Stay at Home Virtual Choir


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Als Chor können wir da nur sprachlos sein ... - oder??


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StrongerTogether - SocialSymphony

Bamberger Symphoniker


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Die Mitsingaktion der Regensburger Domspatzen in der Corona-Krise 2020


Geh aus mein Herz und suche Freud

Corona Virtual Chor = MDR-Rundfunkchor Leipzig


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A B S T A N D    halten!


Don't stand so close to me!

Jimmy Fallon, Sting & The Roots Remix "Don't Stand So Close to Me" (At-Home Instruments)


MITSINGEN ?

Aktuell ist jeweils eine Stimme im Tenor und im Bass neu zu besetzen! 


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